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Asterisk-Installation mit openSUSE 10.0

Hier ist die komplette Installation eines Suse Linux 10.0 Servers mit Asterisk 1.2.5 und PBX-Manager Schritt für Schritt als Checkliste oder für Linux-Anfänger zusammengefasst.

Suse Linux openSUSE 10.0 installieren

Laden Sie sich kostenlos die fünf Suse 10 Open Source CDs als ISO-Files herunter, und brennen dann von diesen ISO-Images die Installations-CDs. Alternativ können Sie auch eine einzige DVD mit Dokumentation von Novell SUSE Linux kaufen.

Booten Sie das System von CD 1 bzw. der DVD und installieren Sie Linux auf der lokalen Festplatte. Installieren Sie keine grafische Oberfläche, also nur die Text-basierende Minimalversion, ansonsten ist die Installation selbserklärend, und es können alle Standard-Voreinstellungen übernommen werden.

Tip: Sollte Linux nach der Installation in grub hängen bleiben, wie dies bei einigen modernen HP Rechnern beobachtet wurde, booten Sie nochmals von CD 1 und tauschen Sie den Boot-Manager grub gegen lilo aus.

Linux für Asterisk vorbereiten

Nachdem Linux fehlerfrei von der Festplatte gestartet ist, melden Sie sich auf der Kommandozeile als Benutzer root an. Jetzt müssen mit dem Dienstprogramm yast noch der C-Kompiler und einige Module nachinstalliert werden. Geben Sie dazu auf der Kommandozeile nacheinander die folgenden Befehle ein, und wechseln ggf. die jeweils angeforderte Suse-CD:

yast -i ncurses-devel
yast -i zlib-devel
yast -i glibc-devel
yast -i gcc
yast -i kernel-source
yast -i openssl-devel
yast -i samba

Der Samba-Server wird benötigt, um von einem Windows-Arbeitsplatz aus alle weiteren Installationsquellen zu kopieren, und mit dem Windows-Explorer auf die Linux-Partition zugreifen zu können. Dazu muss die Datei /etc/smb.conf modifiziert werden, am besten mit dem (aus Sicht eines Windows-Benutzers schrecklichen) vi-Editor:

cd /etc/samba
vi smb.conf

Suchen Sie in der Datei smb.conf den Eintrag workgroup = xxx und ändern ihn auf den Namen Ihres Microsoft Windows Netzwerks (Arbeitsgruppen- oder Microsoft-Domänenname), also z.B.:

workgroup = geotek

Am Ende der Datei fügen Sie dann noch die folgenden Zeilen ein:

[root]
path = /
valid users = root
public = no
writable = yes
directory mask = 777

Danach speichern Sie die gemachten Änderungen und verlassen den vi-Editor mit der Tastenfolge: (Esc):wq(Enter). Wenn Sie vi verlassen möchten, ohne die Änderungen zu speichern, geben Sie ein: (Esc):qa!(Enter) (Hatte ich schon erwähnt, wie schrecklich vi ist?) Jetzt muss der Samba-Benutzer root noch hinzugefügt und mit einem Passwort versehen werden. Außerdem sollen beim Starten von Linux die beiden Samba-Dienste smb und nmb immer automatisch gestartet werden, und zwar mit den Befehlen:

smbpasswd -a root
chkconfig smb on
chkconfig nmb on

Damit Sie von Windows aus auf den Linux-Server zugreifen können, muss die Firewall angepasst oder beendet werden. Zum Stoppen kann das menügeführte Programm yast verwendet werden. Setzen Sie unter Sicherheit.. / Firewall den Start auf manuell.

Nachdem der Linux-Server mit dem Befehl reboot oder shutdown -r now neu gestartet wurde, sollte die Freigabe root in der Windows-Netzwerkumgebung auftauchen. Alternativ kann man ein Netzlaufwerk mit \\Linux-Server-IP-Adresse\root verbinden. Über dieses Netzlaufwerk kopieren Sie jetzt das heruntergeladene, entpackte Webmin Installations-File ins Verzeichnis /usr/src und installieren dann webmin, und zwar entsprechend dem folgenden Beispiel:

cd /usr/src/webmin-1.260-1
rpm -i webmin-1.260-1.noarch.rpm

Die Filenamen müssen natürlich der tatsächlichen Version angepasst werden. Sie können jetzt per Web-Browser auf Webmin zugreifen und den Server verwalten. Geben Sie dazu die folgende URL in den Webbrowser ein: http://linux-server-ip-adresse:10000

MP3-Wiedergabe  

Für die Wiedergabe von Wartemusik muss Linux mp3-Files decodieren können. Hier gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten, die die klassische Installation von mpg123 oder das neuere format_mp3-Modul aus den Asterisk Addons

1.) mpg123-Variante

Diese Lösung ist erprobt und zuverlässig, benötigt zur Behebung einer bekannten Sicherheitslücke den nachfolgenden Suse-Patch, wird aber zur Zeit leider nicht mehr weiterentwickelt. Laden Sie dazu die aktuelle mpg123 Installationsdatei samt mpg123 Security Patch vom 25.1.2005 herunter, kopieren Sie diese ins Verzeichnis /usr/src und installieren sie diese dann in der folgenden Reihenfolge:

cd /usr/src
rpm -i mpg123-0.59s-513.i586.rpm
rpm -i mpg123-0.59s-513.i586.patch.rpm

2.) format_mp3-Variante

Dies ist eine neu geschriebene, abgespeckte mpg123-Variante, die in den Asterisk Addons ab der Version 1.2.3 enthalten ist. Dies ist sicherlich die zukunftsträchtigere Lösung, allerdings sagt der Autor selbst, dass er diese Version bisher nur unter Solaris 2.6 getestet hat. Alle mp3-Files sollten im 8 kHz Momo Format vorliegen, um unnötige CPU-Last zu vermeiden, und insbesondere mit LAME erzeugte MP3-Files können Linux komplett zum Absturz bringen. Um diese Version zu installieren, befolgen Sie die Installationsanweisungen in asterisk-addons.1.2.3/format_mp3 Achten Sie bitte darauf, dass nur eine von beiden mp3-Varianten installiert ist!

Damit Sind die Vorbereitungen des Suse Linux Servers abgeschlossen, es sei denn, Sie möchten noch eine ISDN-Karte installieren.

Asterisk installieren

Laden Sie die Installationsquellen der gewünschten Asterisk-Version herunter (zaptel, libpri, asterisk, addons und sounds) und kopieren Sie diese in ein jeweiliges Unterverzeichnis von /usr/src/asterisk-.... Gehen Sie dann ins jeweilige Unterverzeichnis und kompilieren und installieren dann nacheinander alle Module, und zwar unbedingt in der angegebenen Reihenfolge! Geben Sie also z.B. ein (bitte Pfade anpassen!):

cd /usr/src/asterisk-zaptel-1.2.6
make linux26
make config
make install
cd /usr/src/asterisk-libpri-1.2.3
make
make install
cd /usr/src/asterisk-1.2.9.1
make
make install
make samples
cd /usr/src/asterisk-addons-1.2.3
make
make install
cd /usr/src/asterisk-sounds-1.2.1
make install

Falls Kompilationsfehler auftreten, brechen Sie sofort ab, und lösen das Problem, bevor Sie weitermachen. Mit make clean können die Reste einer fehlgeschlagenen Installation gelöscht werden, bevor sie dann mit make und make install wiederholt wird.

Wenn alles geklappt hat, können Sie jetzt den Asterisk-Server auf der Kommandozeile starten, und zwar ganz einfach mit dem Befehl asterisk. Um auf das Asterisk Command Line Interface (CLI) zu gelangen, geben Sie ein:

asterisk -r

Sie sind jetzt auf der Asterisk CLI-Ebene, und wenn keine Fehler angezeigt wurden, ist der Asterisk-Server bereit zur Konfiguration. Mit help werden Ihnen eine Liste der verfügbaren Befehle angezeigt, mit restart now kann der Asterisk-Server gezwungen werden, seine Konfiguration neu zu laden, und mit (Strg)-z verlassen Sie die CLI-Ebene, ohne jedoch den Asterisk-Server zu beenden.

Das Installationsprogramm hat Linux so konfiguriert, dass Asterisk beim Hochfahren des Rechners automatisch gestartet wird. Sollte das nicht funktionieren, gibt es einen Workaround.

PBX-Manager installieren

Melden Sie sich im Web-Browser bei Webmin an (http://linux-server-ip-adresse:10000) und geben Sie unter Webmin-Konfiguration / Webmin-Module das heruntergeladene Installationsfile des PBX-Managers ein. Danach taucht im Webmin-Menü Server der Asterisk PBX-Manager auf. Er kann auch direkt mit der URL:
http://linux-server-ip-adresse:10000/asterisk
angesprochen werden.

Unter dem Menüpunkt Einstellungen kann bei Bedarf die Sprache auf deutsch eingestellt werden. Wenn dies die erste Installation des PBX-Managers ist, sollten Sie im Menüpunkt Dateimanager die Funktion Standardkonfiguration des PBX-Managers verwenden aufrufen, um damit eine funktionierende Beispiel-Konfiguration zu laden, die dann Schritt für Schritt an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden kann.

Ab jetzt können Sie Ihren Asterisk-Server bequem über den PBX-Manager verwalten!


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