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Asterisk-Installation mit openSUSE 10.2

Hier ist die komplette Installation eines Suse Linux 10.2 Servers mit Asterisk 1.4.1 und PBX-Manager Schritt für Schritt als Checkliste oder für Linux-Anfänger zusammengefasst. Suse 10.1 sollte nicht mehr verwendet werden, es macht keinen Sinn, sich mit den zahlreichen Problemen dieser missglückten Interims-Version herumzuschlagen.

SUSE Linux openSUSE 10.2 installieren

Laden Sie sich kostenlos die Suse 10.2 Open Source ISO-Files herunter, und brennen davon die Installations-DVD, oder die Start-CD für die Internet-Installation.

Booten Sie das System von CD 1 bzw. der DVD, und installieren Sie Linux auf der lokalen Festplatte. Installieren Sie keine grafische Oberfläche (KDE / Gnome), sondern nur die Text-basierende Minimalversion, ansonsten ist die Installation selbserklärend und unproblematisch, im Zweifel können alle Standard-Voreinstellungen übernommen werden.

Falls nicht bereits bei der Installation geschehen, konfigurieren Sie mit Yast eine gültige Internet-Update-Quelle. Bei einer korrekten Internet-Quelle müssen nach der Erstinstallation Update-Pakete zur Installation angeboten werden.

Bevor es vergessen wird, bitte jetzt die Zeitsynchronisierung einschalten: Yast / Netzwerkdienste / NTP-Konfiguration / NTP Daemon automatisch starten. Einen der vorgeschlagenen NTP-Server testen und auswählen.

Achtung: Standardmäßig wird die Suse Firewall angeschaltet und blockiert eingehenden Traffic. Es empfiehlt sich daher, während der nachfolgenden Installation die Firewall zunächst abzuschalten, und erst nach Fertigstellung die notwendigen Ports zu öffnen.

Linux für Asterisk vorbereiten

Nachdem Suse Linux fehlerfrei von der Festplatte gestartet ist, melden Sie sich auf der Kommandozeile als Benutzer root an und installieren zunächst Webmin mit dem Befehl:

rpm -U http://jaist.dl.sourceforge.net/sourceforge/webadmin/webmin-1.330-1.noarch.rpm
(Falls offline, von der Webmin Download-Seite einen anderen Direkt-Link verwenden)

Sie können sich danach sofort mit dem Webbrowser am Linux-Server anmelden mit der URL: http://<IP-Adresse>:10000

Falls Sie eine ISDN-Karte verwenden möchten, sollte sie spätenstens jetzt eingebaut und die entsprechenden Treiber installiert werden. CAPI-Karten, wie z.B. die AVM Fritz Card PCI, können direkt mit Yast installiert werden (Netzwerk / ISDN), andere Karten erfordern ggf. spezielle Treiber vom Hersteller. Stellen Sie sicher, dass die ISDN-Karte korrekt installiert ist, bevor Sie mit der Installation fortfahren.

Jetzt müssen mit dem Dienstprogramm yast noch der C-Kompiler und einige Module nachinstalliert werden. Starten Sie dazu bitte Yast und fügen Sie folgende Module hinzu, falls noch nicht vorhanden:

make, kernel-source, gcc, gcc-c++, termcap, ncurses, ncurses-devel, newt, newt-devel, curl, curl-devel, samba

Der Samba-Server ist nicht zwingend, aber praktisch, um von einem Windows-Arbeitsplatz aus alle weiteren Installationsquellen zu kopieren, und mit dem Windows-Explorer auf die Linux-Partition zugreifen zu können. Die Konfiguration geht am einfachsten mit Webmin.

MP3-Wiedergabe

Für die Wiedergabe von Wartemusik muss der VoIP-Server mp3-Dateien decodieren können. Bei Asterisk 1.4.1 ist das klassische, veraltete Linux-Modul mpg123 nicht mehr erforderlich, eine bereits installierte Version sollte daher deinstalliert werden. Die neue MP3-Funktionalität von Asterisk heisst format_mp3, sie ist in den Asterisk Addons (s.u.) enthalten.

Damit Sind die Vorbereitungen des Suse Linux Servers abgeschlossen, es sei denn, Sie möchten noch eine ISDN-Karte installieren.

Asterisk installieren

Laden Sie die Installationsquellen der gewünschten Asterisk-Version herunter (zaptel, libpri, asterisk, addons) und kopieren Sie diese in ein jeweiliges Unterverzeichnis von /usr/src/asterisk-.... Gehen Sie dann ins jeweilige Unterverzeichnis und kompilieren und installieren dann nacheinander alle Module, und zwar unbedingt in der angegebenen Reihenfolge! Geben Sie also z.B. ein (bitte Pfade anpassen!):

cd /usr/src/libpri-1.4.0
make
make install

cd /usr/src/zaptel-1.4.0
./configure
make linux26
make install
make config (Sorgt dafür, dass Zaptel beim Booten automatisch startet!)
In Datei /etc/init.d/zaptel Zeile 16 ersetzen: system=redhat durch system=debian.

cd /usr/src/asterisk-1.4.1
./configure
make menuselect (optional, elaubt die manuelle Selektion zu installierender Optionen)
make
make install
make samples
(Sollte zu Anfang unbedingt ein Mal ausgeführt werden, um alle neuen Konfigurationsdateien und Parameter zu erhalten, danach nur dann, wenn eine angepasste Konfiguration wieder überschrieben werden soll!)
make config (Sorgt dafür, dass Asterisk beim Booten automatisch startet!)

cd /usr/src/asterisk-addons-1.4.0
./configure
make
make install
make samples
(Achtung, überschreibt vorhandene Addon-Konfigurationsdateien!)

Falls Kompilationsfehler auftreten, brechen Sie sofort ab, und lösen das Problem, bevor Sie weitermachen. Mit make clean können die Reste einer fehlgeschlagenen Installation gelöscht werden, bevor sie dann mit make und make install wiederholt wird.

Wenn alles geklappt hat, können Sie jetzt den Asterisk-Server auf der Kommandozeile starten, und zwar ganz einfach mit dem Befehl asterisk. Um auf das Asterisk Command Line Interface (CLI) zu gelangen, geben Sie ein:

asterisk -rvvv

Sie sind jetzt auf der Asterisk CLI-Ebene, und wenn keine Fehler angezeigt wurden, ist der Asterisk-Server bereit zur Konfiguration. Mit help werden Ihnen eine Liste der verfügbaren Befehle angezeigt, mit reload wird eine geänderte Konfiguration eingelesen und mit (Strg)-z verlassen Sie die CLI-Ebene, ohne jedoch den Asterisk-Server zu beenden.

Falls das CDR-Logging nicht auf Anhieb funktioniert, gibt es hier eine Lösung.

PBX-Manager installieren

Melden Sie sich im Web-Browser bei Webmin an (http://linux-server-ip-adresse:10000) und geben Sie unter Webmin-Konfiguration / Webmin-Module das heruntergeladene Installationsfile des PBX-Managers ein. Danach taucht im Webmin-Menü Server der Asterisk PBX-Manager auf. Er kann auch direkt mit der URL:
http://linux-server-ip-adresse:10000/asterisk
angesprochen werden.

Unter dem Menüpunkt Einstellungen kann bei Bedarf die Sprache auf deutsch eingestellt werden. Wenn dies die erste Installation des PBX-Managers ist, sollten Sie im Menüpunkt Dateimanager die Funktion Standardkonfiguration des PBX-Managers verwenden aufrufen, um damit eine funktionierende Beispiel-Konfiguration zu laden, die dann Schritt für Schritt an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden kann.

Ab jetzt können Sie Ihren Asterisk-Server bequem über den PBX-Manager verwalten!


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